Orbit

Orbit Monitor

Welche Ports sind offen – und seit wann?

Netzwerke verändern sich unbemerkt: ein Dienst wird zu Testzwecken freigeschaltet und bleibt offen, ein Gerät bringt einen Standardport mit, ein SSH-Server wird aufgeweicht. Orbit Monitor scannt Ihre Netze regelmäßig, hält den Verlauf fest und meldet, was neu ist oder von Ihren Vorgaben abweicht.

scan.ihre-domain.de
BefundeVergleich mit Durchlauf vom 28.07.
Scan läuft10.0.20.0/24 · Scanner „DMZ“ · Masscan → Nmap
184 / 254 Hosts·2 neue Ports·1 CVE
PortDienstBewertung
3389/tcpms-wbt-serverNEUhoch
22/tcpOpenSSH 8.4mittel
8080/tcphttp-proxyNEUmittel
443/tcpnginx · TLS 1.3info
445/tcpmicrosoft-dsmittel
10.0.20.14 · Port 3389 war im letzten Durchlauf geschlossen

Beispielhafte Ansicht aus Orbit Monitor. Hostnamen und Zahlen sind erfunden – die Oberfläche zeigt, wie die Informationen zusammenlaufen.

  1. Ausgangslage

    Freigeschaltet für einen Test. Offen seit einem halben Jahr.

    Für die Fehlersuche mit einem Softwarehersteller wird ein Port nach außen geöffnet, nur für ein paar Tage. Dann kommt das nächste Projekt dazwischen. Ein neues Gerät im Netz bringt seinen eigenen Standarddienst mit, und auf einem SSH-Server werden für einen alten Client schwächere Verfahren zugelassen.

    Ein Portscan hätte all das gezeigt – an dem Tag, an dem er lief. Aber ein Scan ist ein Stichtag. Interessant ist, was sich seitdem verändert hat.

  2. Unser Lösungsweg

    Regelmäßig scannen, mit dem letzten Mal vergleichen, Abweichungen melden.

    Orbit Monitor scannt Ihre Netze wiederkehrend: breit mit Masscan, genau mit Nmap, dazu NSE-Profile für Schwachstellen und eine eigene SSH-Analyse. Jedes Ergebnis wird gespeichert und mit dem vorigen Durchlauf verglichen.

    Scanner-Agenten laufen als Container an mehreren Standorten und holen ihre Aufträge selbst ab – so sehen Sie das Netz von außen und von innen. Wo mehr Tiefe gebraucht wird, lässt sich Greenbone einbinden; dann kommen Funde mit CVSS-Bewertung und Lösungshinweis zurück.

  3. Das Ergebnis

    Was sich verändert, fällt auf – beim nächsten Durchlauf, nicht beim nächsten Audit.

    • Ein neu geöffneter Port wird gemeldet, sobald ihn ein Durchlauf findet.
    • Lässt ein SSH-Server plötzlich schwächere Verfahren zu, meldet der Monitor das als Verschlechterung gegenüber dem letzten Stand.
    • Gemeldet wird, was neu ist oder von Ihren Vorgaben abweicht – nicht jedes Mal der komplette Ist-Zustand.
    • Für die Ablage gibt es den Zustand zu einem Stichtag als PDF oder CSV, etwa als Nachweis der SSH-Härtung.

Was das Werkzeug kann

Die Funktionen im Überblick.

Port-Scanning mit Masscan und Nmap

Breite Erfassung über Masscan, Diensterkennung über Nmap – die Kombination aus schnellem Überblick und genauer Bestimmung.

NSE-Schwachstellenprüfung

Die Nmap Scripting Engine mit 22 mitgelieferten Profilen – von Schnellprüfung über Web-Anwendungen bis SSL/TLS-Audit. Profile lassen sich klonen, anpassen oder neu anlegen; erkannte CVEs werden automatisch ausgelesen.

SSH-Sicherheitsanalyse

Erkennt zugelassene Anmeldeverfahren, schwache Chiffren und Schlüsselaustausch-Algorithmen, verfolgt SSH-Versionen und meldet, wenn sich die Konfiguration gegenüber dem letzten Durchlauf verschlechtert hat.

Scanner an mehreren Standorten

Scanner-Agenten laufen als Container an unterschiedlichen Orten und holen sich ihre Aufträge vom zentralen Server. So sehen Sie das Netz aus der Perspektive, die zählt.

Greenbone-Anbindung

Optional lässt sich Greenbone Community Edition einbinden – über einen Socket, ohne deren Weboberfläche. Ergebnisse kommen mit CVSS-Bewertung, CVE-Zuordnung und Lösungshinweisen zurück.

Alarmierung nach Regeln

Konfigurierbare Meldungen bei neuen Ports, Verstößen gegen Ihre Vorgaben, SSH-Auffälligkeiten sowie NSE- und Greenbone-Funden ab mittlerem Schweregrad.

Berichte für die Ablage

Export als PDF und CSV – etwa als Nachweis über den Zustand der SSH-Härtung zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Weboberfläche mit Verlauf

React-Oberfläche mit Dunkelmodus, in der Befunde, Verlauf und Vergleiche zwischen Durchläufen zusammenlaufen.

Auf den Punkt

Was die Umsetzung ausmacht.

  • Der Scanner erkennt beim Start selbst, was er kann: mit eingebundenem Greenbone-Socket übernimmt derselbe Container Portscans und Schwachstellenprüfung.
  • Scanner-Agenten holen ihre Aufträge aktiv beim Server ab – der Server muss die Scanner nicht erreichen können.
  • Befunde werden gegen den vorigen Durchlauf gestellt, statt nur den Ist-Zustand zu zeigen.
  • Aus NSE-Ergebnissen werden CVEs automatisch extrahiert und lösen Meldungen aus.

Technik

Worauf Orbit Monitor aufsetzt.

Damit Sie einschätzen können, was der Betrieb bei Ihnen bedeutet – und was Sie im Quelltext erwartet.

Oberfläche
React mit Vite
Backend
Python mit FastAPI
Datenbank
MariaDB
Scanner
Masscan, Nmap mit NSE, Nuclei, SSH-Probe, optional GVM
Betrieb
Docker Compose, Scanner als eigener Container
Lizenz
Business Source License 1.1

Aus der Praxis entstanden

Regelmäßiges Scannen ist ein Baustein von IT-Sicherheit als betreutem Prozess – wirksam wird er im Zusammenspiel mit Firewall, Segmentierung und Awareness.

Zur IT-Sicherheit

FAQ

Häufige Fragen zu Orbit Monitor.

Was unterscheidet Orbit Monitor von einem einmaligen Portscan?
Der Verlauf. Orbit Monitor scannt wiederkehrend, speichert jedes Ergebnis und vergleicht es mit dem vorherigen Durchlauf. Gemeldet wird deshalb nicht der komplette Ist-Zustand, sondern was sich verändert hat: ein neu offener Port, eine aufgeweichte SSH-Konfiguration, ein neuer CVE-Fund.
Warum mehrere Scanner?
Weil ein Netz von außen anders aussieht als von innen und ein Standort hinter einer Firewall anders als der davor. Scanner-Agenten laufen als Container an beliebigen Orten und melden sich beim zentralen Server, um Aufträge abzuholen. Der Server braucht keinen Zugriff auf die Scanner.
Brauche ich Greenbone dafür?
Nein, das ist eine Option. Ohne Greenbone laufen Portscans, Diensterkennung, NSE-Prüfungen und die SSH-Analyse. Wird ein Greenbone-Socket eingebunden, erkennt der Scanner das beim Start selbst und übernimmt zusätzlich vollständige Schwachstellenprüfungen mit CVSS-Bewertung.
Welche Netze darf ich damit scannen?
Nur solche, die Ihre Organisation betreibt und zu deren Prüfung Sie berechtigt sind – das ist zugleich der Rahmen, den die Lizenz für den freien Einsatz absteckt. Ein Portscan gegen fremde Systeme ohne Erlaubnis ist unabhängig vom eingesetzten Werkzeug problematisch.
Welche Rechte braucht der Scanner?
Der Scanner-Container benötigt die Netzwerk-Berechtigungen NET_RAW und NET_ADMIN, weil Masscan und Nmap Rohpakete erzeugen. In den mitgelieferten Compose-Dateien ist das bereits hinterlegt.

Kontakt

Orbit Monitor unverbindlich anfragen

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Wim Bonis – Technischer Leiter (CTO), Stylite AG

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Wim Bonis

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